Das Leibniz-IZW ist ein international anerkanntes Forschungsinstitut der Leibniz-Gemeinschaft. Ziel des Instituts ist es, die Anpassungsfähigkeit von Wildtieren im Zeitalter des globalen Wandels zu verstehen und mit wissenschaftlich fundierten Methoden zum Artenschutz beizutragen. Das Leibniz-IZW erforscht die Verbreitung, Populationsdynamik und Anpassungen von Wildtierarten und untersucht, wie sie mit Krankheitserregern, Umwelteinflüssen und dem Menschen in Wechselwirkung stehen. Die Forschung am Leibniz-IZW ist interdisziplinär und reicht von molekularbiologischen Studien bis zur Analyse von Landschaften und Ökosystemen. Um seine Forschung in die Praxis zu bringen, arbeitet das Institut eng mit Interessengruppen, politischen Entscheidungsträgern und Naturschutzakteuren zusammen.
Für unser Projekt Wildtiernah Berlin – Aufbau und Betrieb eines Wildtiernetzwerks für Berlin – suchen wir engagierte und kompetente Verstärkung durch
vier Berater*innen/Ansprechpartner*innen (w/m/div)
in Teilzeit (60 %, 23,4 Wochenstunden).
In der Position agieren mit hohem kommunikativen Geschick, Geduld und Empathie bei allen Fragen und Problemen von Bürger*innen, Ehrenamtlichen und anderen Stakeholdern als erste Anlaufstation für Wildtiernah Berlin. Sie führen Ihre Beratungstätigkeit telefonisch, vor Ort oder digital durch. Die Beratung erfolgt im Schichtmodell (Morgen-/Abendschicht). Die vier Stellen sind zugeordnet: zwei mit Schwerpunkt Morgenschicht, zwei mit Schwerpunkt Abendschicht. Flexibilität bei Ausfällen und Vertretungen (z. B. bei Urlaub oder Krankheit von Kolleg*innen) ist erwünscht.
Aufgaben:
- Betreuung des Wildtiertelefons von Wildtiernah Berlin sowie E-Mail- und Social-Media-Erstberatung von Bürger*innen bei Fundtieren, verletzten/verwaisten Wildtieren und Konflikten (v. a. Waschbär, Wildschwein, Fuchs) anhand eines Antwortenkataloges;
- Einleitung geeigneter Maßnahmen zur Konfliktlösung (z. B. Weiterleitung an Fachstellen, Polizei, Pflegestellen, Kliniken);
- Erstellung und Betrieb einer Datenbank zu Fachpersonen und Ehrenamtlichen als Ansprechpartner*innen;
- Dokumentation und Auswertung der Anfragen;
- Einbindung und Weiterentwicklung bestehender Systeme zur Einschätzung und Beurteilung von Notsituationen und Handlungsbedarfen als Erstmaßnahme, etwa mittels Mobiltelefon-Fotos;
- Vor-Ort-Beratung zur präventiven Konfliktlösung, mit besonderem Augenmerk auf invasive Arten und häufige Konflikttiere (z. B. Fuchs) anhand gegebener Leitlinien;
- Vereinzelt aktive Vor-Ort-Einsätze (z. B. Probenentnahme, Sicherung/Transport von Tieren, Anbringen von Ersatzquartieren) einschließlich der dafür nötigen körperlich-handwerklichen Tätigkeiten, sowie punktuelle Unterstützung der Tierärztinnen bei der Erstversorgung;
- Laufende Erfassung von Veranstaltungen und Stakeholder-Kontakten als Basis für die Berichterstattung gegenüber dem Zuwendungsgeber;
- Mitwirkung bei der Aufbereitung von Kennzahlen für Berichte und interne Evaluation;
- Austausch mit Behörden, Pflegestellen und Ehrenamtlichen zur Fallvermittlung und Abstimmung von Zuständigkeiten;
- Unterstützung bei Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Netzwerkveranstaltungen.
Profil:
Fachliche Voraussetzungen:
- Abgeschlossene Ausbildung, z. B. als Tiermedizinische*r Fachangestellte*r (TFA), Tierpfleger*in, Tierarzthelfer*in/Praxishilfe, Natur- und Landschaftspfleger*in oder Naturpädagog*in/Waldpädagog*in – oder eine vergleichbare Qualifikation
- einschlägige praktische Erfahrung im Wildtier-/Tierschutzbereich, auch als Quereinsteiger*in;
- Ausgeprägtes Interesse und echte Lust am telefonischen Kontakt mit Bürger*innen sowie Freude an der Beratungstätigkeit;
- Interesse an Naturschutzthemen, idealerweise solide Artenkenntnisse (vor allem Säugetiere und Vögel);
- Selbstständige, gewissenhafte Arbeitsweise sowie freundliches, sicheres Auftreten;
- Organisationstalent, Teamfähigkeit und Belastbarkeit auch unter Druck;
- Zuverlässigkeit in der zugeordneten Schicht (Schwerpunkt Morgen oder Abend) sowie Flexibilität und Bereitschaft zur Vertretung bei Ausfällen von Kolleg*innen (Urlaub/Krankheit);
- Körperliche Belastbarkeit für praktische Vor-Ort-Einsätze;
- Gute Kommunikationsfähigkeiten, Entscheidungskompetenz und Empathie im Umgang mit Stakeholdern;
- Gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift
- sicherer Umgang mit den gängigen MS Office Programmen;
- Fahrerlaubnis der Klasse B.
wünschenswert:
- Leidenschaft für den Wildtierschutz;
- Kenntnisse in Kommunikations- und Beratungstechniken, Projektmanagement oder Öffentlichkeitsarbeit.
Unser Angebot:
- Eine interessante und verantwortungsvolle Tätigkeit mit Gestaltungsspielräumen in einem international geprägten und dynamischen wissenschaftlichen Arbeitsumfeld in schönster Lage direkt am Tierpark Berlin-Friedrichsfelde.
- Eine umfassende Einarbeitung und ein funktionierendes Team, das Sie gerne unterstützt.
- Arbeiten auf Augenhöhe zwischen allen Beteiligten und ein respektvolles Miteinander im Team.
- Ein Arbeitsverhältnis mit 23,4 Wochenstunden (60%) in Schichtarbeit mit fester Zuordnung zur Morgen- oder Abendschicht – keine Gleitzeit; bei Abwesenheiten wie Urlaub/Krankheit gegenseitige Vertretung im Team.
- Eine Vergütung nach dem öffentlichen Tarifrecht TVöD (Bund), mit Jahressonderzahlung. Die Eingruppierung erfolgt je nach Qualifikation, Erfahrung und übertragenen Aufgaben bis zur Entgeltgruppe E9a.
- Betriebliche Altersvorsorge (VBL) und die Bezuschussung vermögenswirksamer Leistungen (VWL).
- Möglichkeit zum Mobilen Arbeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie,
- 30 Tage Urlaub pro Kalenderjahr bei einer 5-Tage-Woche, zusätzlich sind der 24.12. und 31.12. arbeitsfrei.
- Hervorragende Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel: Stationen Friedrichsfelde (U5), Friedrichsfelde-Ost (S5, S7, S75) sowie drei Straßenbahnlinien und mehrere Buslinien.
- Arbeitgeberzuschuss zum Jobticket.
- Kostenloser Eintritt in den Tierpark (aktuelle Vereinbarung zwischen Leibniz-IZW und Tierpark Berlin) von Montag bis Freitag.
Die Positionen sollen vorzugsweise zum 01.01.2027 besetzt werden und sind befristet bis 31.12.2027, vorbehaltlich der Mittelbewilligung. Eine Verlängerung des Projekts wird angestrebt.
Willkommen sind Menschen gleich welchen Geschlechts, Herkunft, sexuellen Orientierung und Religion, es besteht Chancengleichheit. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Das IZW lebt die Prinzipien der Charta der Vielfalt und hat eine Diversitäts- und Inklusionsstrategie, ist „Total-E-Quality“ zertifiziert, fördert die Gleichstellung und unterstützt aktiv die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Dazu gehört auch die Möglichkeit eines mit dem Team abgestimmten mobilen Arbeitens. Wir fördern Vielfalt, bitte überzeugen Sie uns mit Ihrer Qualität und Kompetenz.
Für nähere Auskünfte steht Ihnen Silke Voigt-Heucke (sie/ihr) telefonisch (+49 30 5168 499) oder per E-Mail: voigt-heucke[at]izw-berlin.de zur Verfügung.
Interessiert:
Dann bewerben Sie sich bitte bis zum 22.10.2026 ausschließlich über unser Recruitingportal (Button „Online bewerben“) und laden Sie dort folgende Bewerbungsunterlagen hoch:
1) Motivationsschreiben mit den relevanten Fähigkeiten für die Position und mit Angabe der gewünschten Schicht sowie der Bereitschaft in verschiedenen Schichten zu arbeiten
2) Lebenslauf
3) Digitale Kopien der relevanten Abschlüsse
4) Arbeitszeugnisse/ Empfehlungsschreiben sowie vorhandene Weiterbildungsnachweise
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!